Posaunenchor

 

Posaunenchor

Welzheim (mb).

Der  evangelische Posaunenchor  des CVJM Welzheim hat  am 1. Adventswochenende die Welzheimer Partnerstadt Auerbach im Erzgebirge besucht.

Zum dort ansässigen evangelisch-lutherischen Posaunenchor der Kirche in Auerbach  bestehen schon seit Jahren sehr gute Beziehungen. Also verband man den Wunsch im Posaunenchor einmal einen "Winterausflug" ins Erzgebirge zu machen mit einer gleichzeitigen Stippvisite in die Welzheimer Partnerstadt. Früh am Samsatgmorgen machte sich der Posaunenchor mit einem Bus auf, um zum ersten Advent  diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen.

Auf dem Programm standen die historische Zwönitzer Papiermühle und das Mitspielen des Welzheimer Posaunenchors auf den Weihnachtsmärkten in Auerbach und Thum mit Besichtigung einer adventlichen Bergmannsparade.

Einer der Höhepunkte des dicht gedrängten Aufenthalts war die Lichterfahrt durch das nächtliche Erzgebirge.  Vom   Bus aus waren die mit Herrnhuter Weihnachtssternen und Lichterbögen üppig geschmücktem Fenster zu bestaunen. Ganze Dörfer und Gehöfte waren in den Tälern und an den Berghängen damit erleuchtet. Selbst die Kirchtürme waren mit Lichtern in Kreuz- und Sternformen weihnachtlich herausgeputzt.  Angehm aufgefallen ist, daß es sich dabei um durchweg weiße Lichter handelte, dies begründet sich in der bermännischen Tradition dieser Gegend.

Waren die Bergleute auch im Winter sehr viel in ihren Bergwerken auf Arbeit, so erfreuten sie sich in der Weihnachtszeit an den warmen Lichtern die ihnen überall entgegen strahlten und ihnen den Weg nach Hause wiesen.

Ein weiterer Höhepunkt dieses Kurzbesuches war der Gottesdienst in der evangelisch-lutherischen Auerbacher St. Georg-Kirche. Der Welzheimer Posaunenchor traute seinen Augen nicht, als er vor einer brechend voll besetzten Kirche spielte. Die Auerbacher Kirchgemeinde dankte den Bläsern mit einem lang anhaltenden Applaus. Im Mittelpunkt des gottesdienstlichen Geschehens standen verschiedene Variationen des Adventschorals Tochter Zion von Georg Friedrich Händel, die Prädikant Martin Becker mit Predigtgedanken umrahmten. Tief bewegt und dankbar waren die Gottesdienstbesucher über die geistigen Impulse zum 20. Jubiläum des Mauerbaus und der Wertschätzung die ihnen während des Gottesdienstes entgegen gebracht wurde.

„Ex oriente lux" - das Licht kommt aus dem Osten, an diese alte Weisheit knüpfte Prädikant Becker an und ließ die Lichter aus dem Osten, das Zittauer Fastentuch, Meister Eckhart, Pfarrer Ranke, Paul Gerhardt lebendig werden. Die Impulse nahm der Posaunenchor meisterhaft auf und verwandelte sie in Klänge.

Geradezu überwältigt waren die Menschen aus Welzheim von der Gastfreundschaft der Auerbacher Kirchengemeinde  und man freut sich schon jetzt auf den nächstjährigen Besuch der Auerbacher zum 20jährigen Jubiläum der Partnerschaft der beiden Städte.