Ostern
Ostern
Welzheim (mb).
Die A.C.K.-Welzheim in einem festliche Gottesdienst gemeinsam das Osterfest mit einem feierlichen Taufgedächtnisgottesdienst in der St.-Gallus-Kirche begangen.
Mit dem Kreuzweg durch die Stadt Welzheim begann die A.C.K die für die Christenheit heilige Karwoche und gedachte dem Leiden Jesu und seiner Menschheit. Am Gründonnerstag gedachten die Kirchengemeinde dann in ihren Kirchen dem letzten Abendmahl Christi. In ökumenischer Verbundenheit wurden in eindrücklichen Handlungen in St.-Gallus und ChristusKönig die Kerzen an den Altären gelöscht, der Altar abgeräumt und in der katholischen Kirche das Allerheiligste geöffnet und aus dem Gotteshaus in die Sakristei gebracht. Von diesem Augenblick an schwiegen die Glocken und der Stundenschlag der Kirchtürme. Am Karfreitag folgten einfache Gottesdienste um an den Kreuzestod Jesu zu denken.
An Ostern feierten die Kirchengemeinden dann die Auferstehung Christi mit festlichen Gottesdiensten, in denen die Kerzen wieder und die neue Osterkerze entzündet wurden. Das Leben kehrte symbolisch mit dem Klang der Glocken, Liedern und dem Altarschmuck in die Gotteshäuser.
Einen gemeinsamen Höhepunkt setzte die A.C.K mit dem festlichen Taufgedächtnisgottesdienst. Zu Beginn der Heiligen Zeit gedachten sie dem Leiden in der Welt, nun der Hoffnung und dem neubeginnenden Leben und dessen Schönheit. Symbolisch trugen Vertreterinnen und Vertreter der baptistischen, der evangelischen, der evangelisch-methodistischen und der katholischen zusammen mit deren Geistlichen einen Krug Wasser und die Osterkerze in die St.-Gallus-Kirche. Die handgearbeitete Osterkerze der evangelischen Kirche stammt aus der katholischen Benediktinerinnenabtei St. Erentraud in Kellenried. Das wertvolle Stück muss aus dem Allgäu persönlich abgeholt werden. Früher tat dies jahrelang Eberhard und Renate Braun, nun Martin Becker.
Zu Beginn des Taufgedächtnisses erinnerte Pastor Föhl daran, dass die Taufe alle Christinnen und Christen in Christus über alle konfessionellen Grenzen hinweg verbindet. Diakon Teply sprach ein Kyrie-Gebet in der um die Einheit der Kirchen Gott angerufen wurden. Höhepunkt des Gottesdienstes war der Lobpreis über dem Wasser, den Diakon Teply, Pfarrer Ebert und Pastor Föhl sprachen. Dazu standen auf dem Taufstein Wasserschalen und es wurde den Geist Gottes erinnert, der zu Beginn der Schöpfung über den Wassern schwebte, den Auszug Israels durch das Schilfmeer und die biblischen Felsen, die Wasser spendeten sowie an die Taufe Jesu im Jordan. Danach verteilten Sie das Wasser an die Anwesenden, die sich zur Erinnerung der Taufe mit dem Wasser benetzten.
Nun entzündeten die Geistlichen Kerzen zur Erinnerung an die Auferstehung Jesu. Das Licht wurde an die Gläubigen weiter gegeben zum Zeichen, dass sie an der Auferstehung dereinst teilhaben werden. Gemeinsam sprachen dann alle das apostolische Glaubensbekenntnis.
In den von Laien vorgetragenen Fürbitten gedachte die ökumenische Gemeinde unter anderem aller Getauften, auch in nichtchristlichen Länder, die deshalb diskriminiert werden, der von den Kirchen hier enttäuschten und den Kirchenleitungen, „dass sie auf dem Fundament der einen Taufe an der Einheit der Kirche weiterbauen". Nach dem von Pfarrer Jürgen Ebert, Diakon Teply und Pastor Föhl gemeinsam gesprochenen Segen könnten die Gemeindeglieder die ausgeteilten Osterlichter mit kleinen Kerzen mit nach Hause nehmen.
Der A.C.K. gelang es die Heilige Woche mit dem Kreuzweg zu Beginn und dem Taufgedächtnisgottesdienst am Ostermontag gelungen zu umrahmen, zu würdigen und einen Bogen zu schlagen um den Weg Jesu vom Leiden zur Auferstehung und vom menschlichen Leid zur großen Hoffnung aus den biblischen Glaubensbildern. Wesentlich mitgewirkt haben daran Laien aus den verschiedenen Kirchengemeinden