Neujahr
Welzheim (ek).
Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Welzheim hat einen gemeinsamen gottesdienstlichen Jahresanfang begangen.
Die Veränderungen innerhalb der christlichen Kirchen in Welzheim wurden an diesem Gottesdienst sichtbar. Erstmals dabei an Neujahr waren der neue geschäftsführende evangelische Pfarrer Jürgen Ebert und der neue evangelisch-methodistische Pastor Matthias Fölz. Die Stelle des Pastors der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Baptisten ist noch ungesetzt. Aber nicht nur dies war anders wie bei den seitherigen Neujahrgottesdiensten. Aufgrund eines Blitzeisregens verwandelte sich der Welzheimer Wald in eine spiegelglatte Eisfläche. Wie ursprünglich geplant, konnte der gemeinsame ökumenische Gottesdienst an Nachmittag nicht wie üblich im Ostkastell stattfinden. Da die Glocken der katholischen Christkönigskirche aus bautechnischen Gründen zur Zeit schweigen müssen, riefen nur das Geläut der evangelischen St.-Gallus-Kirche zum Gottesdienst in die Christkönigskirche.
Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen fanden nur wenige Menschen den Weg ins Gotteshaus. Eine Gruppe aus Laien und Geistlichen der örtlichen christlichen Kirchen führten mit Texten, Bibellesungen und Gebeten durch den Gottesdienst.
Pfarrer Jürgen Ebert erinnerte an die für Evangelische wichtige Jahreslosung 2009. Sie steht im Lukasevangelium und lautet: „Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“
Die Wetterverhältnisse hätte den menschlichen Möglichkeiten Grenzen gesetzt, meinte der neue evangelische geschäftsführende Pfarrer. Diese Situation verdeutliche, dass Menschen Grenzen erleben, erleiden und manchmal auch benötigen. Eine Ausblick schenke die Jahreslosung, dass bei den menschlichen Unmöglichkeiten, Gottes Möglichkeiten hineinreichen.
Der neue Pastor Matthias Fölz erinnerte daran, dass Menschen sich nicht auf Geld verlassen sollten, sondern auf Gottes Wort und verlas Stellen aus der Bibel. Die ökumenische Gottesdienst-gruppe formulierte persönliche und kollektive Gebetsbitten. Dabei kam die Sorge um den Frieden in der Welt durch die Nahostkrise, die Situation des Umbruchs in den Kirchen Welzheims zur Sprache, bis zur Bitte um Bewahrung beim langen Dienstfahrten mit dem Auto und dass ein Vater darauf hoffe, dass seine Kinder wieder gerne zur Schule gingen. Vielfalt und ein weiter geistiger Horizont kam so zum Ausdruck.
Für jede Gebetsbitte wurde eine Kerze angezündet um am Altar aufgestellt. Das Kerzenlicht brachten Pfadfinder in der Heiligen Nacht aus der Geburtskirche in Bethlehem nach Welzheim. Der Posaunenchor begleitete die Gesänge der Gottesdienstgemeinde feierlich mit seinen Klängen.
Bei Hefezopf, Kaffe und alkoholfreiem Punsch fand nach dem Gottesdienst ein gemeinsames Zusammensein im katholischen Gemeindezentrum statt.