Lied vom Licht

 

Der katholische Kirchenchor Christus-König führte während des ökumenischen Friedensgebets in der evangelischen St.-Gallus-Kirche die Messe von Linßen unter dem Titel „Lied vom Licht" auf.

Das Friedensgebet hatte in den vergangenen Monaten einen musikalischen Schwerpunkt. Erst spielte der Posaunenchor des CVJMs, dann der blinde Stuttgarter Sänger Werner Grimm und danach der Liederkranz Rienharz. Nun folgte zum zweiten Mal der katholische Kirchenchor. Unter der Leitung von Thomas Biber, begleitet von Andreas Weiß am Klavier führte der katholische Kirchenchor das Lied vom Licht auf. Dieses moderne Stück enthielt poppige, rockige Passagen, die auch an Balladen und Gospels erinnerten. Im Friedensgebet brachten die den Einen oder die Andere zum swingen in der Kirchenbank. Selbst die älteren und ganz alten Friedensgebetsbesucherinnen. Eher ein ungewohnter Anblick.

Andreas Weiß begleitete die verschiedenen Stücke, die sich an der Liturgie der Heiligen Messe orientieren, schwungvoll und gekonnt.

Dirigent Thomas Biber verstand es den Chor zu begeistern und voll Ausstrahlung zu dirigieren.

Im gesungenen Kyrie war regelrecht eine Verbindung zum Leid der Welt spürbar, dass vor Gott ausgebreitet wurde. Gelungen dann der Bogen zum Gloria, das Lebensfreude ausstrahlte und die Wendung von Leid zur Freud.

Besonders  begeistert waren die Friedensgebetsbesucherinnen und - besucher vom Gesang „Ufer und Spuren", die sehr nachdenklich stimmten.

Prädikant Martin Becker gestaltete die Liturgie und sprach über die Kunst des Scheiterns, die wie ein Licht durch die Dunkelheit führen kann. Er zitierte Passagen aus dem gleichnamigen Buch Konstantin Weckers. Im Scheitern erkannte er die wichtigsten Lektionen des Daseins und die Chancen zu Neubeginn, Wachstum und Veränderung.  In Augenblicken größter Verzweiflung war Wecker stets wesentlicher und näher an dem was die Welt im Innersten zusammenhält. Dafür müssten wir uns öffnen und es wagen durch die Dunkelheit zu neuen Ufern aufzubrechen.

Der katholische Kirchenchor erntete mehrmals Applaus und sang noch eine Zugabe.

Für einen Kasten:

Friedensgebet ist jeden Montag um 19 Uhr in der St. Gallus-Kirche für 30 Minuten.

Es ist das größte und aktivste der württembergischen Landeskirche. Wöchentlich kommen 50 Menschen aus er evangelischen, katholischen, evangelsich-methodistischen, baptistischen und neuapostolischen Gemeinde. Auch konfessionslose und kirchenferne Menschen sind dabei.

Geplant ist der Auftritt vom Carl Cox aus Los Angeles. Er ist Organist an der methodistischen Kirche in West-Hollywood. Am 21. Juni singt Eleonore Holzner zum Johannestag Solostücke.

Höhepunkt eines jeden Jahrs ist die Adventsfeier bei schwäbischen Gutsle und türkischem Tee am 6. Dezember.