Konfirmationen in Welzheim

Ab Sonntag 15. März werden in Welzheim Konfirmationen gefeiert. Fast 80 Konfirmanden und Konfirmandinnen werden am 15., 22., und 29. März gesegnet. Nach einem Jahr der Konfirmandenzeit werden sie nach der Konfirmation berechtigt sein Pate oder Patin zu werden und sind religiös gesehen erwachsen. Eine Liste der Konfirmandeninnen und Konfirmanden finden Sie hier.

Mehr zum Thema Konfirmandenarbeit finden sie hier.

Gedanken zur Konfirmation

Lauter Jasager

 

Es gibt nicht besonders viele Möglichkeiten in seinem Leben öffentlich und feierlich „Ja" sagen zu können. Im Grunde fallen mir nur zwei ein: Die Hochzeit und die Konfirmation. Wer bei der Hochzeit „Ja" sagt, der übernimmt Verantwortung für eine Partnerschaft, für den Partner und für Kinder, die geboren werden. Deshalb ist dieses „Ja" auch so wichtig. Es hat Auswirkungen auf ganz viele Menschen.

Für die Konfirmation gilt das ähnlich. Wer an der Konfirmation „Ja" sagt, der übernimmt auch Verantwortung. Für seine Beziehung zu Gott, für seine Mitmenschen, und für das was aus diesen Beziehungen alles so wächst.

Ich glaube, es ist gut, dass es diese Möglichkeit gibt. Denn es ist die Entscheidung der Jugendlichen. Nicht der Eltern, nicht der Großeltern und schon gar nicht der Pfarrerinnen oder Pfarrer. Es ist die Entscheidung der Jugendlichen. Es ist ihr Fest, ihr „Ja".

Die Christen, die schon konfirmiert sind, können darauf reagieren, indem sie dieses „Ja" auch ernst nehmen und die Konfirmierten darauf ansprechen. Nichts ist nervtötender, als eine Sache zu machen, die niemanden interessiert.  

Gleichwohl kommt niemand aus der Konfirmation als fertiger Christ heraus. Martin Luther sagt: „Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden. Wir sind's noch nicht, wir werden's aber."

Und: Zum „Ja" der Konfirmanden gehört auf jeden Fall das „Ja" Gottes, wenn die Konfirmanden gesegnet werden.

Ein Konfirmand hat mir einmal gesagt: Er möchte etwas mit seiner Konfirmation anfangen, nicht nur das Geld abgreifen. Fehlt also nur noch, dass wir als Gemeinde, als Kirche diesem Wunsch Raum geben und dazu „Ja" sagen.

Pfr. Markus Eckert