Investitur

Welzheim (mb).

Welzheim hat die Investitur von Pfarrer Frasch begangen.

Die evangelische Kirchengemeinde Welzheim gehört zu den großen Tankern in der Landeskirche. Sie ist vielfältig an Strömungen und reich an Gaben. 5.800 Gemeindeglieder, verteilen sich auf das Stadtgebiet und 40 weitere Wohnplätze. Um die 250 Menschen engagieren sich ehren-, haupt- und nebenamtlich in 50 Gruppen und Kreisen. Gemeinsam hielten die Mitarbeitenden das Boot während der Vakatur am Laufen. Der geschäftsführende Pfarrer fehlte in einer Zeit, in der der Tanker streckenweise einen Weg durch stürmische See suchte.

Der CVJM betreibt eine breit angelegte Jugendarbeit. Einem Umweltteam ist der grüne Gockel zu verdanken. Diakoniestation, Kirchenpflege, Gemeindebüro, Dietrich-Bonhoeffer-Haus und 3,5 Pfarrstellen runden das Bild vom nicht übersehbaren Kirchenschiff, mit der St.-Gallus-Kirche in der Stadtmitte ab. Der Begegnungsgottesdienst legt gerade eine Pause im Hafen ein. Das Friedensgebet schippert mit wöchentlich ca. 45 Personen beständig weiter. Der letzte Zählsonntag ergab in St.-Gallus 160 Menschen und 30 Abendmahlsgäste.

Die Zahlen der Gottesdienstbesucher/innen sind in letzter Zeit zurückgegangen. Gingen einige von Bord? Bringt dies die Einladung zur Investitur zum Ausdruck? Auf einem Bild ist der leere Innenraum der St.-Gallus-Kirche zu sehen. Aber auch die Osterkerze, das Symbol für Jesus Christus. Und der ermutigende Wochenspruch: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat." Sozusagen aus Anlass eines neuen Stapellaufs nach einer Zeit im Trockendock versammelte sich die Gemeinde in der Kirche: betend, hörend, singend. Investiert wurde Pfarrer Markus Frasch durch den Schorndorfer Dekan Volker Teich. Vielen fiel es auf, dass die Kirche höchstens zur Hälfte gefüllt war. Dafür lag eine neugierige, interessierte und offene Stimmung im Raum. Angehörige und Gäste der Familie Frasch-Oehler, aus den verschiedenen Kirchen und sogar der Imam, der Vorstand und die Frauenbeauftragte der Moschee waren im Gotteshaus. Musiklisch umrahmten der Posaunenchor unter der Leitung von Klaus Schwarz und der Mädchen- und Kirchenchor unter der Leitung von Kantorin Ulrike Bantleon-Bader den Festgottesdienst.

Dekan Teich erinnerte daran, dass auch eine Gemeinde die Erfahrung der Niederlage erleben kann und es Situationen ohne Sieger gibt. Mut machten die Zeugenworte von Gemeindegliedern aus Degerloch und Aldingen. Beide beschrieben Pfarrer Frasch als einen Menschen mit Kraft und Energie, der zupacken und aufbauen kann.

In seiner Predigt sprach Pfarrer Frasch davon, was für ihn predigen bedeutet: Es geht darum, die Liebe Gottes nicht nur hörbar, sondern auch spürbar zu machen. Jeder Blumenstrauß für einen Kranken und jede Umarmung für eine Trauernde sei eine Predigt. Ihm ist es wichtig, dass durch uns Gott durchlässig wird.

Mit Tönen von Alphorn und Klavier wurde der Ständerling im Dietrich-Bonhoeffer-Haus eröffnet. Der Vorsitzende des Kirchengemeinderates Frieder Bareiß führte durch das Programm. Grußworte kamen vom Vorsitzenden der Ev. Bezirkssynode, Joachim von Lübtow für den Kirchenbezirk, von Bürgermeister Thomas Bernlöhr für die Stadt, von Oberstudiendirektor Stephan für die Schulen, von Pastor Wolfgang Holstein für die ACK, von Ruth Bauer für die Landessynode, von Pfarrer Friedmar Probst aus Alfdorf für den Kirchendistrikt, von Bürgermeister i. R. Horst Schneider aus Rudersberg für die Diakoniestation Wieslauftal und von Martin Friz für den CVJM. Frieder Bareiß überreichte zur Begrüßung der Pfarrfamilie kleine Geschenke.

Nun ist die wieder ein komplettes Pfarrerteam an Bord. Der Tanker evangelisches Kirchenschiff Welzheim kann seinen Kurs aufnehmen. Die Menschen scheinen neugierig und gespannt auf die ersten Spuren im Logbuch zu sein. Gute Fahrt!

 

 

Pfarrer Markus Frasch wurde in Ludwigsburg-Neckarweihingen geboren und war zuletzt in Remseck-Aldingen tätig. Er ist 43 Jahre alt.

 

Frau Annette  Oehler  und  Kinder  Lea  und Samuel lieben  die  Natur und  freuen  sich schon  auf  Wanderungen,  Radtouren  und  Badeseen  in der neuen Heimat.

 

Pfarrer Frasch absolvierte ich eine Zuatzausbildung in klinischer Seelsorge in einem Krankenhaus in New Jersey, in den USA. Zehn Monate lebte er dort

und lernte viel, nicht nur über Seel-

sorge sondern auch über Land und

Leute.

 

Weitere Stationen von Pfarrer Frasch Vikariat in Stuttgart-Degerloch an, wo er dann bald heirateten. Seine 1. Pfarrstelle bekam erin Hochwang, einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb bei Kirchheim/