Friedensweg 2009

 

Friedensweg

Welzheim (mb).

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Welzheim hat mit einem Friedensweg den 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer begangen.

Deutschland und die Welt feiern die Öffnung der Berliner Mauer. So lauteten die Schlagzeilen der Presse zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Eher still begann Welzheim diesen Tag. Ein Gruppe von um die 50 Menschen versammelte sich bein regnerischem feucht-nassen Wetter vor der Versöhnungskirche am Westkastell zu einem Friedensweg über dem Motte "Mauern überwindern" der diesjährigen Friedensdekande. Die ACK hatte dazu eingeladen. Der katholische Diakon Alfred Teply erinnerte an die Mauern dieser Welt und deren Überwindung. Danach zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Kerzen zur Äderlingstraße. Vor dem Wohnhaus von Friedrich Baumgärtner. Der Welzheimer Mitbürger Friedrich Baumgärtner starb während der Zeit des Nationalsozialismus im KZ Flossenbürg. Zur Erinnerung an ihn soll in der Äderlingstraße ein Stolperstein des Kölner Bildhauer Gunter Demning verlegt werden. Emmi Schweitzer und Stadtbeigeordneter Reinhold Kasian gedachten diesem Welzheimer Mitmenschen. "Jeder einzelne zählt", mit diesen Worten machte Emmi Schweitzer auf das Schicksal des behinderten und getöteten Friedrich Baumgärtner aufmerksam und erinnerte weiter daran, dass im KZ Flossenbürg Dietrich Bonhoeffer, der Namensgeber des evangelischen Gemeindehauses ermordet wurde. Danach zog der Friedensweg schweigend in die St.-Gallus-Kirche zum von Martin Becker und Rita Bastian-Doo gestalteten Friedensgebet zum Thema "Wachsam bleiben". Ein auf die Orgelempore projeziertes Bild stellt den Andachtsraum des Koster Esterwegen vor. Nonnen des Konvents der Mauritzer Franziskanerinnen betreuen auf dem Gelände eines KZ einen Ort der Erinnerung der zur Wachsamkeit mahnt.