CVJM             

Welzheim (mb).

Der CVJM hat seine Jahresfeier im Dietrich-Bonhoeffer-Haus begangen.

Der große Saal des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses war gerammelt voll. Jung und alt eilten zur CVJM-Jahresfeier und füllten den Saal mit einer heiteren Stimmung. Darunter viele neue Gesichter und Nachwuchskräfte des Vereins. Sie verdeutlichten die große Bedeutung, die der CVJM in Punkto Jungendarbeit für die evangelische Kirchengemeinde Welzheim leistet.

Der Posaunenchor des CVJM umrahmte das Festprogramm mit wunderschönen Klängen und Musikstücken.

Markus Bareiß begrüßte die Anwesenden meisterhaft. Unter der Festgesellschaft befand sich auf Hermann Koppenhöfer. Er feierte just an diesem Tag seinen 87. Geburtstag und ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit seiner Frau an der Jahresfeier teilzunehmen. Von klein auf war er im CVJM und Posaunenchor dabei. Ihm zur Ehre spielte der Posaunenchor seinen Lieblingschoral „Jesus Christus herrscht als König", den jung und alt mit anstimmten. Unter der Leitung von Sebastian Buchwald folgte eine Welterstaufführung. Eine große Anzahl an Nachwuchsbläserinnen und -bläsern ließen erstmals ihre Posaunenklänge hören. Gedankt wurde ihrem Engagement mit einem gewaltigen Applaus.

Diakonin Nicole Hess stellte mit Lichtbildern ein Spendenprojekt vor. Der CVJM unterstützt eine evangelische Gemeinde in Südamerika. Nicole Hess begeisterte das innere und äußere Profil dieser Kirche, die missionarisch und sozial tätig ist. Mit dem Geld aus Welzheim kann den meist armen Menschen geholfen werden.

Dann folgte der absolute Höhepunkt des Abends, ein von Brigitte Greiner entwickeltes Theaterstück. Brilliant hatte sie aus mehreren Vorlagen ein Stück zusammengefasst und gelungen mit Laiendarstellern und Darstellerinnen besetzt. Wie jedes Jahr beeindruckten die liebevolle Dekoration und die selbstgenähten Kostüme.

In Kürze die Handlung: ein junger Mensch weist sich selbst in ein „Irrenhaus" ein, um nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Dabei begegnen ihm ein verschrobener Professor, eine überforderte Chefsekretärin und die Insassen der Einrichtung. Eine davon eine gewaltige Nervensäge sowie je ein Mann, der sich für Buddha bzw. den Teufel hält. Erst die Begegnung mit einem jungen Mädchen, das einen Selbstmordversuch überlebte, schenkt dem jungen, fragenden Menschen den Einblick in den Sinn und die Schönheit des Lebens. Das vom Schicksal gebeutelte Mädchen öffnet dem Jungen das Herz für Gott.

Ein lang anhaltender Applaus folgt und kleine Geschenke für die Schauspielerinnen und Schauspieler, dazu viele lobende und anerkennende Worte für die Darbietung.

Auf Wunsch und Anfrage des Vorbereitungskreises des CVJMs hielt Martin Becker eine Andacht. Becker nahm das Motiv des Irrenhauses und des Verrücktwerdens im Leben auf. Er ließ verrückte Begebenheiten aus seinem Leben aufsteigen und meinte, dass hier und da etwas im Leben verrückt werden müsse, damit der Blick auf das Wesentliche, den lebendig-gegenwärtigen Christus, wieder frei werden kann. Dies untermalte er mit einem Predigtauszug des alten pietistischen württembergischen Pfarrers Christoph Blumhardt, der Menschen die am Leben irregeworden waren, in seinem Kurhaus Bad Boll heilte.

Eine gemeinsame Stille, ein Abendgebet Blumhardts, Segensworte und ein Abendchoral vom Posaunenchor begleitet beendete die Jahresfeier. Zumindest den offiziellen Teil. Dann ging es zur gemütlichen Runde über, die bei Brezeln und Getränken noch bis lang in die Nacht hinein dauerte.