Antwort Winnenden

 

Antwort Winnenden

Welzheim (ek).

Kurz nach dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen hat das ökumenische Friedensgebet der St.-Gallus-Kirche zu einem Gedenken eingeladen und ein Kondolenzbuch aufgelegt, das nun vom Oberbürgermeister der Stadt Winnenden beantwortet wurde.

Eine überwältigende Zahl von Menschen aus Welzheim besuchte zum Gedenken an die Toten des Amoklaufs das Friedensgebet in der St-Gallus-Kirche. Das Gotteshaus war voll wie sonst nur an Heilig Abend und viele trugen sich in ein ausliegendes Kondolenzbuch ein. Eine Kopie des Buches kopierte der A.C.K.-Beauftragte für das Friedensgebet Martin Becker nach dem gedenkenden Friedensgebet und sandte es an die Rathäuser der Städte Winnenden und Wendlingen.

Nun antwortete der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Winnenden Bernhard Fritz den Welzheimerinnen und Welzheimern in einem Brief an Martin Becker: „Fassungslos, entsetzt und ratlos stehen wir da. Warum nur musste dies geschehen? Uns fehlen die Worte. Wir haben keine Antwort!

Dieser Auszug auf der Traueranzeige zum Gedenken an die Opfer des schrecklichen Amoklaufs vom 11. März gibt nach wie vor Kerngedanken der Menschen in Winnenden wider. Warum? Diese Frage stellt sich immer wieder.

Das Geschehene zu verarbeiten ist nicht nur für die Hinterbliebenen unsagbar schwer, auch die Schülerinnen und Schüler der Albertville-Realschule, ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer von Polizei, Rettungsdiensten, Feuerwehr, der Krisenintervention und Notfallseelsorge sind tief erschüttert. Den Bürgerinnen und Bürgen fällt es schwer wieder in den Alltag zu finden.

Eine ganz große Kraftquelle war uns in diesen ersten Stunden und auch in den Tagen und Wochen nach dem 11. März die große Anteilnahme, die unsere Stadt erfahren durfte. In vielfältiger Form haben wir diese Solidarität gespürt und diese hat uns Mut und Zuversicht gegeben. Auch Ihnen möchte ich sehr herzlich im Namen aller Betroffenen für Ihr Zeichen der Anteilnahme danken. Wir wissen dies zu schätzen.

Die große Welle der Hilfsbereitschaft, de Trostes und des Zuspruchs hilft uns, wieder nach vorn zu blicken. Ich wünsche mir dies ganz besonders für die Menschen, die von der Tat unmittelbar und grausam getroffen wurden. Gemeinsam und mit Zusammenhalt werden wir es schaffen.

Ihr Bernhard Schuster".

Die Stadt Winnenden plant, alle Zeichen der Anteilnahme zu sammeln und für die Nachwelt im Stadtarchiv zu verwahren.